Segnung und Trauung gleichgeschlechtlicher Paare

Die Segnung und Trauung gleichgeschlechtlicher Paare war früher ein Tabuthema. Als einer der ersten Theologen/Trauredner in Deutschland habe ich es gewagt, das Paar zu trauen. Was mich bei dieser außergewöhnlichen Hochzeit am meisten beeindruckt hat, waren die Worte des Partners – des Mannes oder doch der Frau, oder des Mannes des Mannes oder der Frau im Manne – egal, wie man es betrachtet. Tatsächlich wusste ich diese zwei beim ersten Mailkontakt nicht richtig zuzuordnen, zumal im Schreiben von „freudiger Erwartung“ die Rede war. Ich habe sie auf ihrem Weg zur Trauung begleitet. Ein dreiviertel Jahr voll minuziösen Planungen, Treffen in Passau, Treffen in München, Skype Gesprächen und unendlichen WhatsApp – hin-und-her Schreiben. „East meets West“ könnte ich in dem Fall mit „chinesische Perfektion“ trifft „deutsche Gründlichkeit“ übersetzen. Und die haben meine routinierte Erfahrung außer Kraft gesetzt. Allein die Sequenz /Ringwarming -> Handfasting -> Ringtausch -> Treueversprechen/ hat mich zwei volle Stunden gekostet und wurde bis ins Detail geübt. Der Stoff aus dem das Band für Handfasting gemacht wurde genau analysiert, das Anstecken der Trauringe in Echtzeit geprobt… Ca. 17 Seiten autobiografische Beichten-ähnliche Erzählungen wurden mir gemailt. Aber Achtung: Nicht alles was einem anvertraut wird, ist auch für die Öffentlichkeit bestimmt. Das schwierigste daran ist es, die Absicht dieser Menschen „richtig“ einzuordnen, ihre mir anvertrauten Informationen zu verarbeiten und daraus ein authentisches Bild zu vermitteln. Ein großer Teil davon sind es – wie ich so oft in den Jahren einschätzen konnte – intime „Offenbarungen“. Um sich von einem Mitmenschen verstanden & bestätigt zu fühlen? Vielleicht. Habe ich dieses Vertrauen, Segnung und Trauung gleichgeschlechtlicher Paare durchzuführen verdient? Vielleicht… Einiges hat es an dem Hochzeitstag NICHT geklappt. Das Wetter draußen, die Spirale nur halb, vielleicht die Farbe einer Blume an der Deko. Aber R., der Mann, oder die Frau, oder die Frau im Manne sprach in seinem Ehegelübde u.a.: „It’s not important if this day is as perfect or just half so beautiful as we might have expected. The most important is, we have been together for so many years and we are going to be happy together in a complete family* [more words in Chinese] ….” A complete family? Ob es mit dem Nachwuchst geklappt hat, weiß ich nicht, da R. weiter auf Chinesisch sprach ? Lieber Ino, so langsam kommen wir wieder „runter“ und der Alltag holt uns ein. Gestern haben wir uns die Zeit endlich genommen, in Ruhe die vielen Karten mit den Glückwünschen und den Geschenken anzuschauen. Es war für uns auch eine erneute Zeit der Erinnerung, die uns einige Tränen der Rührung hervorgezaubert hat. Auf diesem Wege möchten wir uns schon einmal vorab bei Dir bedanken für Deine wundervolle Rede und den kompletten ZeremonieablaufHerzliche ❤ Grüße aus München, M & R

Trauredner Ausbildung – Was ist ein/eine Trauredner*in?

Wer kann Trauredner werden Wie schaut eine seriöse Trauredner Ausbildung aus? Wie wird jemand Trauredner? Drei klassische Roots sind ursprünglich zu betrachten. Die des Pfarrers, der traditionsgemäß Leute im Namen des „Gott-Vaters “ in die Ehe katapultierte. Die des Standesbeamten, der Eheleute im Namen des „Vater-Landes“ in die Ehe bestätigte und auch die des Humanisten, der im Namen einiger „Väter der Philosophie“, Pärchen ins humane Eheglück förderte. Um es im weihnachtlichen Jargon auszudrücken, waren es immer diese 3 am Werk: der Heilige Nikolaus (aus Bayern), der Weihnachtsmann (aus Amerika) und Väterchen Frost (vor allem im Osten aktiv). Wer der Erfinder des modernen Trauredner-Modells ist, ist umstritten. Jeder beansprucht für sich, das Modell erfunden zu haben. Nun ist doch egal, wer es erfunden hat. Zu betrachten ist die sehr dynamische Entwicklung und die Vielfalt in der Eheschließungsbranche. Nischen wurden von Journalisten, Pädagogen, Krankenschwestern, Beratern, Fluglotsen, Schauspielern, Sänger – sogar Bänker stiegen um, bis zur Friseurin die mit haarsträubenden Reden begeistert, besetzt. Und jeder bringt seine Talente mit, was in der immensen Nachfrage nach freien Trauungen widerspiegelt. Trauredner Ausbildung als Wedding School Eine „Schule“ betritt man. Man betritt die Schule in geeigneter Weise. Das heißt vorbereitet sein, mit allen Qualitäten die der Beruf des Ritualgestalters verlangt: Charisma, künstlerische Fähigkeiten, Idealismus, Balance und Empathie und vor allem Kommunikationstalent. Zeremonien durchführen ist Medium, man kann dadurch viel Positives transportieren aber auch viel kaputt machen. Darum musst du viel Zeit in Bildung investieren. Nicht nur 48 Stunden. Du landest nicht einfach von der Gemüsetheke direkt hinterm Pult und fängst an zu reden, und das nach zwei Schulungstagen. Nein, du durchgehst mit Sorgfalt einen langen Lernprozess . Wer kann und darf Ausbilder für Ritualgestalter sein? Jeder der sich durch die Natur seines Berufs qualifiziert hat, den Beruf lange praktiziert hat und in Unterrichtmethodik ausgebildet ist. Der Prozess sollte in einem vorgegebenen Rahmen unter festgelegten Standards stattfinden. Ein gutes Beispiel sind die Trauerbegleiter die in einem Bundesverband organisiert sind. Ich hoffe für die Zukunft, dass einige erfahrene Trauredner sich zusammensetzen und solide Richtlinien verfassen. Diese sollten Standards wie: TIEFE [#depth] – VERBINDLICHKEIT [#commitment] – AUSDAUER [#persistence] – GEIST [#spirit] und INNIGKEIT [#intimacy] widerspiegeln.

Ritualgestaltung in der Hochzeitsbranche: „reden“ allein ist kein Trauakt

Kann Ritualgestaltung „frei“ von Normen und Regeln funktionieren? Ich nehme ein genormtes DINA4 Blatt in der Hand, es anzuschauen – diese langweilige 21 x 29,7 cm Fläche – macht mich wahnsinnig. Es beschränkt mich in meiner Kreativität. Ich fang an, das Blatt zu trimmen: die oberen Ecken habe ich mit der Schere rund geschnitten, die untere Kante schräg geschnibbelt. Daraus wird das ungewöhnlichste und originellste Irgendetwas… Nun lasse ich das Blatt durch meinen Drucker gehen, der Rechner piepst und schickt die tolle Geschichte, Digit nach Digit – 1000100100010001001000 – durch zum Gerät. Nur zu dumm, denn mein Drucker kann meine Kreativität nicht verstehen, das Gerät macht ein furchtbares knarziges, kratziges Geräusch und blockiert sich. DIN A4 Format nicht erkannt, das Blatt schräg auf die Trommel eingezogen, Papierstau. Ich öffne den Deckel und ziehe das Ergebnis raus – Papiermüll. Ritualgestaltung ohne jegliche Regeln ist nix. Normen und Standards beschränken nicht, sie definieren Schnittstellen und Kompatibilität in der interhumanen Kommunikation und ermöglichen letztendlich den Konsens. In Anbetracht dessen, kann eine „Trauung“ auch nicht „frei von Regeln“ sein. Im Gegenteil, die Rahmenbedingungen die mir die Normen anbieten, garantieren, dass die Botschaft (in dem Fall auch Zweck meiner Traurede) ankommt – an das Paar und an die anwesenden Gäste. In diesem Rahmen kann sich die Kreativität unendlich entfalten. Beliebigkeit dagegen führt, wie in dem Beispiel mit dem Drucker, zu einem Scheitern. Was bleibt ist Papiermüll.

Hochzeitsfotografen und Hochzeitsvideografen: Erfahrung

Hochzeitsfotografen und Hochzeitsvideografen, stellt euch dieses Szenario vor: Die Trauung in der Kirche geht in dreißig Minuten los. Der Pfarrer bereitet seine Manuskripte vor und sortiert die Blätter am Pult, während, irgendwo im Chorempore, die Sängerin vor dem Singen ihre Stimme aufwärmt. Die meisten Gäste sind auch schon da und warten ungeduldig…Jetzt passiert folgendes: Ihr stürmt rein, euer Stativ an die Schulter stemmend, läuft direkt zum Geistlichen hin und sagt ihm unverblümt, er soll bitteschön sein Pult wegräumen; platziert eure professionelle Standkamera hin, drückt dem Pastor ein weißes Blatt in die Hände, sagt ihm, er soll für ein paar Sekunden stillhalten und stellt die „White Balance“ mit seinem HD-Signalgenerator ein… Sowas wird in einer Kirche niemals geschehen, doch das ist mir bei einer frei gestalteten Zeremonie widerfahren. Ein Einzelfall, ich will damit die Zunft der Fotografen nicht in Mitleidenschaft ziehen oder ihr Verhalten pauschalisieren. Hierarchien oder – wer darf wen begleiten?Der Standesbeamte begleitet das Brautpaar bei der staatlichen Form der EheschließungDer Vater begleitet seine Tochter zum AltarDie Brautjungfern begleiten die Braut beim EinzugDer Trauredner begleitet das Hochzeitspaar und führt durch die TrauungDie Band darf musikalisch die Zeremonie begleitenDie Wedding Planerin begleitet die Hochzeitsgesellschaft durch den TagHochzeitsfotografen und Hochzeitsvideografen begleiten all diese Menschen und sorgen für bleibende Eindrücke Der Mensch ist nie und an keiner Stelle ein Gleicher unter Gleichen. Es ist ein wenig so, wie bei George Orwells „Farm der Tiere“, in der am Ende alle Tiere gleich – aber manche eben gleicher sind als andere. Und warum? Ganz einfach, weil wir unsere Gesellschaften, unsere Familien, unsere Welt und unser Leben in Hierarchien unterteilt haben. Wer an welcher Stelle welche Funktion ausübt, ist durch geschriebene oder ungeschriebene Gesetze festgelegt und konsensual geregelt. In diesem Sinne ist es die Aufgabe des Zeremonienleiters durch die Trauung zu führen: sei er Pfarrer, Diakon, Freier Theologe oder weltlicher Trauredner. Als solcher übt er seine Aufgabe mit der „Kraft des Amtes“ (wenn man das Prinzip analog auch der freien Zeremonie zusprechen dürfte) und sorgt dafür, dass der Trauakt Gewicht bekommt ohne dessen die Authentizität und Würde der Feier nie zustande kommen könnte. Respektvoll miteinander umgehenGilt für alle Mitbeteiligten, auch für den Fotografen, dem ich während der Trauzeremonie viel Bewegungsfreiheit gestatte. Die meisten Fotografen, die ich in den letzten 10 Jahren kennenlernen durfte, waren äußerst professionell: respektvoll, diskret, freundlich, pünktlich, fachlich gut vorbereitet. Ein Beleg dafür sind die vielen wunderschönen Aufnahmen, die meine Brautpaare mir zugeschickt haben. Denn eines ist klar: Wir alle sind da, um eben das Paar zu zelebrieren und nicht uns selbst.

Freie Trauung in Italien: Wie heißt die „Freie Trauung“ in Italien?

Wie heißt die „Freie Trauung“ in Italien? Ausgiebige Recherchen und die Suche nach Informationen im Internet sind für die meisten von uns zur täglichen Routine geworden. Wer in den heutigen Tagen seine Hochzeit in Italien plant und sich auf die Suche nach Dienstleister für seinen schönsten Tag begibt, geht standardgemäß ins Internet und googelt. Tippt man das Keyword „hochzeit“ in der Suchleiste ein, bekommt man innerhalb von Millisekunden ungefähr 98.400.000 Ergebnisse: Alles für den schönsten Tag – Location, Floristen, Band, Schmuck, und… „was ist eine Freie Trauung?“ Wieso erscheint der Begriff so oft in Frageform?Ganz simpel. Auf zahlreichen Plattformen und Internetseiten von Trauredner gibt es den obligatorischen Standard Beitrag, der uns erklärt, was das ist. Immer unter der Rubrik: „Was ist eine Freie Trauung?“ Ich verzichte also auf meine eigene erleuchtende und überflüssige Erklärung und möchte mir in Negativform die Frage stellen: Was eine „Freie Trauung“ nicht ist. Eine Freie Trauung in ItalienDie deutsch-amerikanische Hochzeit am Comer See letztes Jahr: Der italienische DJ wusste wenig darüber, was hier gleich passieren wird. Er zeigte mir die Song-Liste und fragte mich erstaunt, was ich bei der Veranstaltung für eine Funktion innehabe. Ich erklärte ihm, dass ich eine „Freie Trauung“ (it: matrimonio libero) durchführen werde. Seine Reaktion war, als wäre ich von einer anderen Galaxie gelandet…Nun war „Freie Trauung“, trotz mot-à-mot-Übersetztung, kein Begriff für ihn. Also musste ich ihm eben erklären, was eine „Freie Trauung“ nicht ist. Keine Hochzeitsparty nach der Kirche, keine elegante Feier unter Freunden am Ufer des Comer Sees, keine Junggesellen Abschiedsparty, keine Bridal-Shower-Party oder Ähnliches. Auch die Synonyme, die mir einfielen, halfen nicht weiter. Schließlich erklärte ich ihm, dass die Braut aus Amerika kommt und dort ist es in der Mode, nicht in einer Kirche zu heiraten. „OK, un matrimonio all’americana!“. Das wusste er: Eine „Trauung auf amerikanische Art“. Und wie oft werden solche „amerikanische Hochzeiten“ am Comer See gefeiert, wollte ich wissen. „Bei uns heiraten Leute in der Kirche“, war seine lapidare Antwort. Und mir wurde abermals bewusst, wie toll es sei, in einem Land zu leben, wo interkulturelle, interkonfessionelle und humanistische Bewegungen sich treffen und gegenseitig beeinflussen. Etwas „Freies“ zu gestalten, ja sogar eine Trauung durchzuführen – die traditionellerweise nur von den Kirchen bzw. Standesämter zu vollziehen seien – ist Realität geworden.

Freie Trauung online übertragen oder „grenzenlos“ per Skype heiraten

Grenzenlos Freie Trauung online übertragen – geht das? Endlich Mai. Für mich die schönste Zeit im Jahr, nicht allein wegen der Natur: Wieder draußen im Garten frühstücken zu können ist für mich und meine Frau das schönste Erlebnis. Und ja, die Hochzeitssaison beginnt mit all der Hoffnung eines Theologen, der am nächsten Samstag ins Auto einsteigt und sich auf den Weg zu ersten Trauung des Jahres macht. Wie jedes Jahr, seit vielen Jahren. Ich sitze zu Hause in Passau vor dem Bildschirm und gehe meine Paare durch. Dieses Jahr scheint moderater zu werden. Es gab wilde Jahre in denen ich nicht mehr wusste, ob ich alles schaffen kann, es gab Jahre auch in denen weniger los war. Da merke ich allmählich, dass ich reifer geworden bin und viel entspannter der Saison entgegentrete. Also planmäßig ist das Jahr 2017 abgeschlossen, alle Paare im Ordner nach Name, Hochzeitsdatum, Location und Sprache sortiert. … Und „bling, bling“, im unteren rechten Eck des Bildschirms – da wo sich die neuen E-Mails mit einem klirrenden Geräusch ankündigen – hat sich eine neue Anfrage durchgeschlichen. „Sehr geehrter Herr so und so, in zwei Wochen planen wir unsere Hochzeit…. Normalerweise lösche ich solche kurzfristigen Anfragen auf der Stelle. Wenn mir diesmal nicht die Namen des eingehenden Brautpaares ins Auge gefallen wären: Yves & Fabia. Also ein Franzose und eine Italienerin!? Solchen Anfragen kann ich mich nicht wiedersetzen, egal wie kurzfristig, egal wie weit und ob überhaupt machbar… Ich sage ihnen zu. SKYPE. Es gibt doch dieses wunderbare Tool dem gegenüber ich immer skeptisch war. Beim skypen entpuppt sich der Franzose als waschechter Berliner, Fabia ist Italienerin. Wir verstehen uns sehr gut, sie sind mir sympathisch, ich bin ihnen sympathisch – ich putze die Linse meiner Bildschirmkamera jeden Tag, um im skypenfall, mich im besten Licht zu zeigen. Yves & Fabia skypen über ihr Handy – ich sehe in dem schmalen Bild die rechte Gesichshälfte von Fabia und die linke Hälfte von Yves – oder andersrum? Ich mag sie, also geht’s los. Turbo-Vorbereitungen, von Null auf Hundert in zwei Wochen. Alles per SKYPE. Jetzt, ein Tag vor der zweisprachigen Trauung bin ich happy. Es hat sich für mich gelohnt: Wiedermal eine echte Geschichte, die über fünf Länder, zig Umzügen und drei Sprachen, kompakt auf Deutsch und Italienisch. Freie Trauung online übertragen Yves & Fabias Freie Trauung findet in München statt. Kein überzogenes Festival. Keine abgestimmten Farben der Bridemaids-Kleider, keine coole Best Men in Vintage Look, keine atemberaubenden Strände und Landschaften rund herum. Ein typisch Münchener Biergarten mit einer stilvollen Villa in der Mitte. Und das Wetter? Laut wetter-dot-com heute, Regen. Scheibenkleister! Irgendwie erhofft sich jedes Paar, seinen schönsten Tag nicht unterm Regenschirm zu verbringen. Und damit es soweit nicht kommen muss, würde ich mein Smartphone in die Hand nehmen und Petrus anrufen, via SKYPE versteht sich. Fabia, eine waschechte Römerin hat das Berliner Regenwetter nicht verdient, „Wasser-bringt-Glück“-Spruch hin oder her. Eine Stunde Sonnenschein am Nachmittag, du lieber Petrus, bitte! Per SKYPE erreiche ich Ihn nicht, aber ein frommer […]

Theologe Inocentiu Fron: Ein Interview mit dem Trauredner

Theologe Inocentiu Fron – Ein Interview mit der AGFT INOCENTIU FRON BEGLEITET BRAUTPAARE IN FREIEN ZEREMONIEN: WAS REIZT IHN AN DIESER ARBEIT? UND WIE IST DAS, WENN MAN REGELMÄßIG DEN UNTERSCHIEDLICHSTEN PAAREN HILFT, DEN BUND FÜR’S LEBEN ZU SCHLIEßEN? * Der Theologe Inocentiu Fron ist aktiv als Trauredner und Moderator in München, Regensburg, Nürnberg, Passau, in Deutschland sowie überall in Europa 

HANDFASTING – das keltische Ritual der Verlobung

WAHRHEIT UND MYTHOS „HANDFASTING“ Haben Sie sich jemals gefragt, woher der Begriff “tying the knot” (Handfasting = das Binden des Knotens) kommt? Fast jeder kennt den Film „Braveheart“ und die Szene im Wald, in der die Hände des Hauptdarstellers Mel Gibsons und seiner Geliebten mit einem Tartanstreifen gebunden werden? Die Zeremonie der Hände als Bestandteil des Hochzeitsrituals gewinnt zunehmend an Popularität. Ich denke, dass Paare sich gerne entscheiden, dieses Ritual in die Zeremonie einzubeziehen, um mit ihrer Feier der Familie und den Freunden ihre Persönlichkeit und ihre Absichten zu verdeutlichen. Es freut mich sehr, wenn Paare dieses Ritual in die Trauzeremonie integrieren wollen. Und obwohl das Binden der Hände als liturgische Handlung immer Teil der kirchlichen Zeremonie war, gewinnt die schottische Variante des Handfasting eine größere Akzeptanz auch dank der filmischen Erzählungen wie im Fall des Braveheart Trailers. Wer sich für eine transzendental-dogmatische Interpretation der Ehe entscheidet, findet sowieso die zeremonielle Lösung – meist ein fest vorgeschriebener Hochzeitsritus – innerhalb der Traditionen seiner Kirche. Ich bin als Trauredner nicht auf eine Religion ausgerichtet, aber ich bin offen und unterstütze den Glauben und die Vorstellungen meiner Paare. Insofern bin ich sehr glücklich, beliebige Rituale einbauen zu dürfen, die Paare gerne hätten. Schließlich würde ich niemals jemanden aufgrund seiner persönlichen Überzeugungen ausschließen wollen. Doch ein Handfasting-Ritual ist keinesfalls eine Art „Stand-Alone-Angebot“ unter vielen. Es ist eine symbolträchtige Geste, die schon in der Antike von den Paaren praktiziert wurde, um ihr Engagement oder ihre Ehe zu symbolisieren. Die Händezeremonie findet ihren Platz mittendrin:  Nach der Einführung und Begrüßung der Hochzeitsgäste, folgt eine aufklärende Lektüre und eine persönliche Ansprache oder Predigt, anschließend kommt das Treueversprechen und der Ringtausch. Die Eheleute können ihre Trauringe austauschen und dann fragt der Zelebrant einen geladenen Gast oder Trauzeugen, ein Band (oder mehrere bunte Bänder) nach vorne zu bringen und legt dieses/e über ihre Hände. Nun kann, je nach Wunsch, auch der Segen gesprochen werden. Sobald alle Bänder über die Handgelenke gelegt sind, wird ein Gast gewählt, um die Bänder zusammen in einem Knoten in Form des Unendlichkeitszeichens ∞ um die Hände des Paares zu binden. Am schönsten und emotionalsten wirkt es, wenn die Eltern diese Aufgabe übernehmen und selbst den Segen für ihre Kinder aussprechen. So können die Gäste das Geschehen nach dem in unserem mitteleuropäischen Raum meist verbreiteten Usus verfolgen. Keine Sorge! Die Bänder werden entfernt, nachdem die Zeremonie zu einem Ende gebracht worden ist, damit das glückliche Paar den Rest ihres speziellen Tages genießen kann. Die farbigen Bänder bleiben jedoch für immer als Andenken gebunden, und können im Haus als schöne Erinnerung aufbewahrt werden. Treten Sie mit mir in Verbindung, wenn Sie mehr Informationen über die Zeremonie der Hände oder andere alternativen Hochzeitsideen wünschen.

Deutsch-Englische zweisprachige Trauung in Deutschland

MARTINA UND JEAN FRANCOIS – I HAVE ALWAYS KNOWN IT WAS YOU.. Bericht über eine deutsch-englische zweisprachige Trauung von Marina JeneweinFotos: Julia & Gil Eines Tages weiß man, das ist die Person, mit der man den Rest seines Lebens verbringen möchte. Auch wenn sich die Wege vorerst trennen mögen, wenn man für einander bestimmt ist werden sie sich wieder kreuzen – und zwar dann wenn man es am wenigsten erwartet. Das erlebten auch Jean Francois aus Montreal uns seine Martina – heute sind sie frisch verheiratet und überglücklich dem Schicksal vertraut zu haben. Nach nur einem gemeinsamen Jahr ging Jean Francois zurück nach Kanada und es mussten drei lange Jahre vergehen ehe sie sich völlig unerwartet wieder gegenüber stehen sollten. Auf den romantischen Heiratsantrag in den Bergen Österreichs folgte wenige Monate später eine Traumhochzeit wie aus dem Bilderbuch auf dem Bayrischen Gut Sedlbrunn. Es war nicht nur wie geschaffen für das Hochzeits-Motto Rustic Bohemian, es bot auch unzählige ungewöhnliche Plätzchen für Trauung, Empfang und Dinner. Eine deutsch-englische zweisprachige Trauung unter Bäumen mit selbstgeschriebenen Gelübden, ein engagierter Pfarrer der seine rührende Predigt in drei Sprachen hielt, emotionale Dankesreden an Freunde und Familien sowie liebevoll selbstgemachte Details und Geschenke machten aus diesem Tag ein unvergessliches Erlebnis… Weiter lesen auf hochzeitsguide.com Die Location bot genau das, was sie suchten, war außerdem nicht weit vom gemeinsamen Wohnort entfernt und ausgestattet mit genügend Gästezimmern, für die teils weit angereisten Gäste. Das Wetter spielte mit und so konnte die Zeremonie hinter dem Gut unter Schatten spendenden Bäumen vor einer Pferdekoppel stattfinden.Der Pfarrer Inocentiu Fron  meisterte die Trauung in Englisch, Deutsch und Französisch ohne Doppelungen, aber auch ohne, dass sich jemand fühlte, als würde er nichts verstehen… Weiter lesen auf Lovebirds.de – Der Hochzeitsblog für Hochzeitskonzeption und Dekoration * Der bilinguale Trauredner Inocentiu Fron ist aktiv als Trauredner und Moderator in München, Regensburg, Nürnberg, Passau, in Deutschland sowie überall in Europa 

DIE WILLKOMMENSZEREMONIE / TAUFE

„Wie schön, dass du geboren bist, …“  trifft als Geburtstagslied die Stimmung vieler Eltern. Ihr wollt Euer Glück mit den engsten Angehörigen feiern, wollt danken, dass Schwangerschaft und Geburt gut überstanden wurden, wollt die offene Zukunft mit den besten Wünschen ausstaffieren, Euer Kind den anderen vorstellen, und vieles mehr. Kirchen bieten aus diesem Anlass meist nur eine klassische Taufe und verleiben sich dabei mit strengen Ritualregeln den neuen Erdenbürger ein. Eine Willkommensfeier realisiert dagegen Eure persönlichen Vorstellungen: mal als Segensfeier, mal als Namensgebungsfest, mal als Ritual zur Öffnung der Sinne, mal als mit freierem persönlicheren Charakter – wie auch immer. Mein Erfahrungsschatz in Sachen Rituale als Theologe und Eure ganz individuelle Vorstellung können dem Kind eine einmalige Begrüßung bereiten – ein erstklassiges Fest, an das man sich gern erinnert. Übrigens: da im Prinzip jeder Mensch gültig taufen kann, gibt es Fälle, wo so eine Taufe auch von Kirchen anerkannt wird. Ort und Zeit einer Willkommensfeier bestimm Ihr allein, es soll ja ein Ritual sein, dass in vielen Facetten Eure Handschrift trägt – wie Euer Kind ja auch! Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und trotzdem, muss man die Menschen „live“ erleben, um sie erst richtig kennen zu lernen.