ABSCHIEDSRITUAL / TRAUER

Hermann Hesse lässt sein Gedicht „Stufen“ mit dieser Zeile enden: „Nimm Abschied und gesunde!“ Trauerfeiern – ein zweischneidiges Wort – in Kirchen erinnern zuerst an Jesu Tod und Auferstehung in einem fest vorgegebenem Rahmen. Ein freies Abschiedsritual rückt den/die Verstorbene/n in den Mittelpunkt bzw. die spezifische Situation der Hinterbliebenen – auch dort, wo der Wunsch besteht, christliche Gedanken zu integrieren. Je nach der Größe der Teilnehmerzahl, dem Ort der Zeremonie, der gewählten Musik usw. gestalte ich als Theologe ein Ritual das in positiver und stärkender Weise berührt. Aus einer Vielzahl von literarischen Texten wähle ich passendes aus, beziehe dahinein das Leben der Trauergemeinde als auch des Verstorbenen. Ich bemühe mich um eine Ansprache, die alle anspricht, um Symbole, die aus sich sprechen, und um ein Gesamtarrangement, das einen Mut machenden Eindruck hinterlässt, denn wir wissen: eine Beisetzung ist unwiederholbar und einmalig! Trost ist oft schwer in Worte zu fassen, doch erfahrene Redner finden den richtigen Faden, den passenden Ton auch um schwierige Hintergründe hilfreich zu bewältigen. Einen freien Theologen wählen nicht nur Menschen, die keiner Kirche zugehören, sondern viele, die einen besonders hohen Anspruch an eine Trauerfeier haben, weil ihnen ihr Toter besonders am Herzen lag. „Lieber Inocentiu, ich möchte mich auf diesem Weg für die würdevolle und gelungene Trauerfeier nochmals ganz herzlich im Namen der ganzen Familie bedanken. Viele haben mir noch ausdrücklich gesagt, dass ich mich bei dir bedanken soll. Uns alle hat auch das von dir ausgewählte Gedicht sehr berührt. Wir sind gestern noch lange auf der Terrasse meiner Mutter zusammen gesessen.“ Herzliche Grüße, Michaela Dambeck Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und trotzdem, muss man die Menschen „live“ erleben, um sie erst richtig kennen zu lernen.

Die freie Trauung und die Architektur

Ist eine Freie Trauung nur darum „frei“, weil die rituellen Handlungen im Freien stattfinden? Ich würde sagen, nein! Durch die Wahrnehmung vieler Heiratswilligen ist mittlerweile der Eindruck entstanden, dass die Freie Zeremonie nur im Freien stattfinden sollte. Wenn das Wetter, beispielsweise nicht mitmacht, kippt die Stimmung. Dafür möchte ich in diesem Beitrag, die Vorteile eines „Innenraums“, der nicht „nur“ die Funktion hat, vom schlechten Wetter zu schützen, zeigen.    Jedes Gebäude ist ein Körper. Man spricht ja auch von “Baukörper”. Diese “Raum-Volumen-Verdränger” prägen natürlich den verbleibenden “Zwischen-Raum”, d.h. sie hinterlassen einen Eindruck, ein Gefühl, eine Stimmung, eine Emotion, wenn man sich mit seinem physischen Körper als Mensch in diesen “Zwischen-Raum” begibt. Es findet ein Informations- und Energieaustausch statt, der unmittelbar und spontan abläuft und oft sogar unbewusst bleibt. Bei Gebäuden (Architektur) ergibt sich noch eine weitere Komponente daraus, dass ich hineingehen kann. Sie sind auch konkave Körper. D.h. der von der Gebäudehaut begrenzte Raum bildet nach innen ein wahrnehmbares Volumen, einen “Hohlraum”, eine Höhle. Es ist, als ob ich mich in das Innere eines Körpers bewege. Was ich also empfinde, ist, einen Hohlraum zu betreten, der wiederum mit Körpern (Skulpturen, Gegenstände, Bilder und Menschen) besetzt ist. Durch die entstehende Dynamik des Informationsaustauschs kann ich unmittelbar und machtvoll mittels unserer Körperwahrnehmung kommunizieren. Damit meine ich auch z.B. den Weg des Paares (Einzug) durch einen Raum und die Begegnung mit den einzelnen Stationen dieser Abfolge, das Abhalten eines Rituals als Liturgie innerhalb eines begrenzten Raums. Das Abhalten einer “konfessionsfreien Liturgie” also eines konfessionsfreien Rituals in einem von mir gestalteten Raum ist sicher eine sehr spannende Sache. Ich mache – in dafür geeigneten ungewöhnlichen Räumen – die Geschichte des Brautpaares zugänglich für die anwesenden Menschen, indem ich alle diese haptischen Reize der Kommunikation zur Geltung bringe. Es entsteht dadurch für das Ehepaar eine doppelte Liturgie gewissermaßen, eine “Zeremonie innerhalb der Liturgie des Raums”.

FREIE TRAUUNG – STATISTIK

Eine Statistik meiner Trauungen der letzten 12 Jahre Diese Übersicht der letzten 12 Jahre zeigt, wer mich als freien Theologen gebucht hat. Die Werte zeigen einen (ca.) Durchschnitt und beziehen sich auf: Alter, Sprache, Herkunft und Bildung der Brautpaare bzw. die Anzahl der Gäste: Alter 25 – 30  (30 %) 30 – 35 (50 %) 35 – 40 (15 %) 40 + (5 %) Sprache DT – DT  (60 %) DT – EN (20 %) DT – IT (15 %) Andere (5 %) Herkunft Stadt  (70 %) Land (30 %) Bildung Akademiker  (80 %) Nicht-Akademiker (20 %) Anzahl der Gäste 5 – 10  (5 %) 50 – 80 (60 %) 100 – 200 (30 %) 200 + (5 %) Zurück

Sanduhrkunde

SandUhrKunde Vorlage downloaden, auf DIN A3, 220 gr. Papier drucken – Stanzlinie schneiden – falten – verbinden – fertig! *eigene Texte im Word auf DIN A3 richtig platzieren und mit Schwarz auf dem Blanko-Vordruck ausdrucken.   Kostenfrei Downloaden  (PDF Vorlage 10 MB / nur für privaten Gebrauch) Bitte teilen! (auf ein „Like“ würde mich sehr freuen:-)