Eine Hybrid Trauzeremonie

Als die Wedding Planerin R. vor ca. 1 Jahr, mir die Anfrage schickte, wusste ich noch nicht, was auf mich zukommen würde: „Lieber Ino, für nächstes Jahr bräuchte ich noch einen freien Redner für ein ganz liebes Brautpaar: S & M heiraten am 07.09.18 im soundso… Sie wünschen sich eine christlich geprägte Trauung. Da der Bräutigam nicht in der Kirche ist, der Braut eine Art kirchlicher Segen allerdings wichtig ist, haben wir uns eine Kapelle in der Nähe der Location ausgesucht. Der Pfarrer dort ist recht umgänglich und für freie Trauungen auch offen. Hättest Du da vielleicht noch Zeit?“ Ja, ich hatte Zeit und Lust dazu. Nur eines wusste ich nicht – der Pfarrer war weniger begeistert… Ca. 6 Monate später kam das Protokoll-Formular. Ein Dokument das vom Pfarrer zu Pfarrer geschickt wird, um sicher zu stellen, dass alles kirchenrechtlich konform abläuft.Zwei wesentliche Dinge waren NICHT KONFORM. Der Bräutigam war ausgetreten und der Priester kein aktiver Priester, sondern aktiver Trauredner. Einige Versuche das Pfarramt und die Rechtabteilung zu Freigabe zu bewegen schlugen fehl. Sackgasse! R bat mich um eine Lösung… Ich ruf J aus W an und fragte, ob er einen Gottesdienst an diesem Tag bei uns in Dt. halten kann. Ja gerne, antwortete er mit seiner lauten R-rrrrollenden Stimme. J hatte ich seit über 20-oder-so-Jahren nicht mehr gesehen. Bingo! Die Kirche im Bay. Wald stand nun für uns („amtlich“ schrieb mir R erleichtert) zur Verfügung. Das Paar überglücklich, J und ich auch denn…Wir waren früher Klassenkameraden und nun richtig happy, uns wiederzusehen. Und wir haben inzwischen unsere gemeinsame „Hybrid-Trauzeremonie“ gestaltet. Eine nahtlos in den Gottesdienst integrierte Freie Trauung, oder doch eine kath. Messe an die weltliche Trauzeremonie angepasst? Wir haben sie gemeinsam „konzelebriert“. Ich kann nicht sagen, wer glücklicher war, das Brautpaar oder „wir“. Im Abschluss haben wir das Paar gemeinsam gesegnet (mit gestreckten Händen über das Brautpaar nach kirchlicher Art). Und bevor das „Amen“ am Ende gesprochen wurde, hat J noch ein Selfie vorm Altar mit uns Glücklichen geknipst. Danke J! Renata Thaller Lieber Ino, es war ein einmaliges Erlebnis mit Euch beiden – ich schwebe immer noch auf irgendeiner Wolke… Unfassbar, wie wunderschön Ihr beiden die Trauung für unser Brautpaar gestaltet habt. Es war wirklich magisch, einmalig und wunderschön. Ein Gänsehautmoment nach dem anderen! Auch wenn ich schon viele Trauungen miterlebt habe, sowas wie am Freitag habe ich noch nie erlebt! Ihr beiden wart so harmonisch zusammen, man hat richtig gespürt, wieviel Freude Euch diese besondere Trauung bereitet hat. Tausendmal DANKE dafür, dass Du Dich um diese außergewöhnliche Lösung bemüht hast und Ihr es so einmalig gestaltet habt. Mir fehlen echt die Worte… Ich bin so froh, dass wir für die beiden einen einmaligen Tag zusammen gestaltet haben. Von dieser Trauzeremonie werden sowohl das Brautpaar, als auch die Gäste (und ich natürlich auch) noch viele Jahre erzählen!!! Danke, danke, danke!!!

WAS IST EINE FREIE TRAUUNG?

Ausgiebige Recherchen und die Suche nach Informationen im Internet sind für die meisten von uns zur täglichen Routine geworden. Wer in den heutigen Tagen seine Hochzeit plant und sich auf die Suche nach Dienstleister für seinen schönsten Tag begibt, geht standardgemäß ins Internet und googelt. Tippt man das Keyword „hochzeit“ in der Suchleiste ein, bekommt man innerhalb von Millisekunden ungefähr 98.400.000 Ergebnisse: Alles für den schönsten Tag – Location, Floristen, Band, Schmuck, und… „was ist eine Freie Trauung?“ Wieso erscheint der Begriff so oft in Frageform?Ganz simpel. Auf zahlreichen Plattformen und Internetseiten von Trauredner gibt es den obligatorischen Standard Beitrag, der uns erklärt, was das ist. Immer unter der Rubrik: „Was ist eine Freie Trauung?“ Ich verzichte also auf meine eigene erleuchtende und überflüssige Erklärung und möchte mir in Negativform die Frage stellen: Was eine „Freie Trauung“ nicht ist. Ein BeispielDie deutsch-amerikanische Hochzeit am Comer See letztes Jahr: Der italienische DJ wusste wenig darüber, was hier gleich passieren wird. Er zeigte mir die Song-Liste und fragte mich erstaunt, was ich bei der Veranstaltung für eine Funktion innehabe. Ich erklärte ihm, dass ich eine „Freie Trauung“ (it:matrimonio libero) durchführen werde. Seine Reaktion war, als wäre ich von einer anderen Galaxie gelandet…Nun war „Freie Trauung“, trotz mot-à-mot-Übersetztung, kein Begriff für ihn. Also musste ich ihm eben erklären, was eine „Freie Trauung“ nicht ist. Keine Hochzeitsparty nach der Kirche, keine elegante Feier unter Freunden am Ufer des Comer Sees, keine Junggesellen Abschiedsparty, keine Bridal-Shower-Party oder Ähnliches. Auch die Synonyme, die mir einfielen, halfen nicht weiter. Schließlich erklärte ich ihm, dass die Braut aus Amerika kommt und dort ist es in der Mode, nicht in einer Kirche zu heiraten. „OK, un matrimonio all’americana!“. Das wusste er: Eine „Trauung auf amerikanische Art“. Und wie oft werden solche „amerikanische Hochzeiten“ am Comer See gefeiert, wollte ich wissen. „Bei uns heiraten Leute in der Kirche“, war seine lapidare Antwort. Und mir wurde abermals bewusst, wie toll es sei, in einem Land zu leben, wo interkulturelle, interkonfessionelle und humanistische Bewegungen sich treffen und gegenseitig beeinflussen. Etwas „Freies“ zu gestalten, ja sogar eine Trauung durchzuführen – die traditionellerweise nur von den Kirchen bzw. Standesämter zu vollziehen seien – ist Realität geworden. Euer Theologe und Trauredner,

MEINE PERSONALISIERTE TRAUZEREMONIE

MARTINA UND JEAN FRANCOIS – I HAVE ALWAYS KNOWN IT WAS YOU.. Text: Marina Jenewein Fotos: Julia & Gil Eines Tages weiß man, das ist die Person, mit der man den Rest seines Lebens verbringen möchte. Auch wenn sich die Wege vorerst trennen mögen, wenn man für einander bestimmt ist werden sie sich wieder kreuzen – und zwar dann wenn man es am wenigsten erwartet. Das erlebten auch Jean Francois aus Montreal uns seine Martina – heute sind sie frisch verheiratet und überglücklich dem Schicksal vertraut zu haben. Nach nur einem gemeinsamen Jahr ging Jean Francois zurück nach Kanada und es mussten drei lange Jahre vergehen ehe sie sich völlig unerwartet wieder gegenüber stehen sollten. Auf den romantischen Heiratsantrag in den Bergen Österreichs folgte wenige Monate später eine Traumhochzeit wie aus dem Bilderbuch auf dem Bayrischen Gut Sedlbrunn. Es war nicht nur wie geschaffen für das Hochzeits-Motto Rustic Bohemian, es bot auch unzählige ungewöhnliche Plätzchen für Trauung, Empfang und Dinner. Eine Zeremonie unter Bäumen mit selbstgeschriebenen Gelübden, ein engagierter Pfarrer der seine rührende Predigt in drei Sprachen hielt, emotionale Dankesreden an Freunde und Familien sowie liebevoll selbstgemachte Details und Geschenke machten aus diesem Tag ein unvergessliches Erlebnis… Weiter lesen auf hochzeitsguide.com Die Location bot genau das, was sie suchten, war außerdem nicht weit vom gemeinsamen Wohnort entfernt und ausgestattet mit genügend Gästezimmern, für die teils weit angereisten Gäste. Das Wetter spielte mit und so konnte die Zeremonie hinter dem Gut unter Schatten spendenden Bäumen vor einer Pferdekoppel stattfinden. Der Pfarrer Inocentiu Fron  meisterte die Trauung in Englisch, Deutsch und Französisch ohne Doppelungen, aber auch ohne, dass sich jemand fühlte, als würde er nichts verstehen… Weiter lesen auf Lovebirds.de – Der Hochzeitsblog für Hochzeitskonzeption und Dekoration