Pfarrer, freier Pfarrer, freier Theologe, Zeremonienleiter, Redner, Hochzeitsredner oder Trauredner?

Design by freepik.com   Die Trauung und ihre Reise von dem Traualtar in die Rockerbude Ganz in Weiß, mit einem Blumenstrauß, auf einer Bühne zu stehen und bewundert zu werden. Noch immer bedeutet die Trauung für viele ein großes Ereignis, mit strahlenden Augen das „Ja“-Wort zu sprechen, um den Bund fürs Leben zu schließen. Dass viele Menschen die Ehe mit romantischen Vorstellungen wie Liebe und Zärtlichkeit verbinden, ist eine Entwicklung des 18. Jahrhunderts. In Wirklichkeit war die Ehe ursprünglich eine pragmatische Angelegenheit, die sich im Laufe der Geschichte als Institution etabliert und in allen Kulturen verbreitetet hat. Mit diesem Beitrag möchte ich keinesfalls einen Excursus in die Geschichte der Ehe führen, eher möchte ich mir die Frage stellen: Wie sich die zeremonielle Form der Eheschließung, also der Trauzeremonie in unserer Zeit entwickelt, welche Einflüsse tragen dazu bei, dass sich der Trend von dem verbindlichen und in religiösen Kreisen eingebetteten Trauritual zu der freien (freigestalteten) Trauung sich so rasant entwickelt. Weg vom Pfarrer und hin zum Freien Theologen Es wäre ohnehin falsch, „Versäumnisse“ vonseiten der religiösen Verbände als Argument zu bringen, um das Phänomen der freien Trauung zu erklären. Viele Brautpaare trauen sich in letzter Zeit jedoch nicht mehr vor dem Altar, in Anwesenheit eines Priesters/Pastors, weder in der Kapelle noch draußen im Freien – angenommen die eine oder andere Denomination es auch zulassen würde. Es ist nicht länger aktuell, es ist einfach nicht „cool“. Wer braucht denn noch Verbindlichkeiten, die aus einer gezwungenen Zugehörigkeit entstehen? So fing es irgendwann mit den Freien Theologen an. Sie haben Erfahrung, brachten sogar eine angemessene Ausbildung oder Theologiestudium mit, sie sahen sich aber nicht mehr (warum auch immer) an die Kirche gebunden, sie lehnten die liturgischen Vorschriften ab. Und dennoch, sie beanspruchten den Tiefgang und sogar eine gewisse Verbindlichkeit wessen Wurzel in der Überzeugung lag, dass Selbstbestimmung wichtiger als die Dogmen sei. Dieser erste Schritt der “Befreiung“ löste vor ca. zehn Jahren einen richtigen Boom aus. Viele, die aus der Kirche ausgetreten waren und sich nicht länger betreut fühlten, sahen darin einen Ausgang, um Taufe, Trauung ja sogar ein feierliches Bestattungsritual für Angehörigen zu bekommen. Weil selbstschaffende Theologen sich sowohl für kirchlich-ähnliche wie auch für weltliche Ritualgestaltung offen zeigten und frische Ideen einbrachten, entwickelte sich die Freie Trauung immer mehr zum Life-Style-Ereignis und gewann peu à peu an Beliebtheit. Die Trauung ist aus dem Schatten des Kirchenturms hinausgetreten. Der Freie Theologe mutiert zum Redner Die Medien greifen das Thema an. Gut geeignet für die nachmittägliche Tele-Unterhaltung werden nun Formate entwickelt die echte Gefühle zeigen sollten. „Love is in the air“ sells. So tauchen nun selbsternannte freie Theologen in ungewöhnlichsten Posen und Locations, mit bahnbrechenden Reden in Fernsehen und in Berichten der Fachpresse auf. Der Beruf des „Zeremonienleiters“ „Hochzeitsredners“, des “Trauredners“ und des „Zeremonie-Designers“ ist geboren. Eigentlich nichts Neues, wenn man drüben auf den neuen Kontinent schaut. Der Begriff „Freier Theologe“ ist nicht weiter notwendig, „Trauredner“ ist das neue Wunderwort auf zahlreichen Online-Plattformen. Die Trauung ist multimedial geworden. Jeder darf Zeremonienleiter sein Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, […]

MEINE PERSONALISIERTE TRAUZEREMONIE

MARTINA UND JEAN FRANCOIS – I HAVE ALWAYS KNOWN IT WAS YOU.. Text: Marina Jenewein Fotos: Julia & Gil Eines Tages weiß man, das ist die Person, mit der man den Rest seines Lebens verbringen möchte. Auch wenn sich die Wege vorerst trennen mögen, wenn man für einander bestimmt ist werden sie sich wieder kreuzen – und zwar dann wenn man es am wenigsten erwartet. Das erlebten auch Jean Francois aus Montreal uns seine Martina – heute sind sie frisch verheiratet und überglücklich dem Schicksal vertraut zu haben. Nach nur einem gemeinsamen Jahr ging Jean Francois zurück nach Kanada und es mussten drei lange Jahre vergehen ehe sie sich völlig unerwartet wieder gegenüber stehen sollten. Auf den romantischen Heiratsantrag in den Bergen Österreichs folgte wenige Monate später eine Traumhochzeit wie aus dem Bilderbuch auf dem Bayrischen Gut Sedlbrunn. Es war nicht nur wie geschaffen für das Hochzeits-Motto Rustic Bohemian, es bot auch unzählige ungewöhnliche Plätzchen für Trauung, Empfang und Dinner. Eine Zeremonie unter Bäumen mit selbstgeschriebenen Gelübden, ein engagierter Pfarrer der seine rührende Predigt in drei Sprachen hielt, emotionale Dankesreden an Freunde und Familien sowie liebevoll selbstgemachte Details und Geschenke machten aus diesem Tag ein unvergessliches Erlebnis… Weiter lesen auf hochzeitsguide.com Die Location bot genau das, was sie suchten, war außerdem nicht weit vom gemeinsamen Wohnort entfernt und ausgestattet mit genügend Gästezimmern, für die teils weit angereisten Gäste. Das Wetter spielte mit und so konnte die Zeremonie hinter dem Gut unter Schatten spendenden Bäumen vor einer Pferdekoppel stattfinden. Der Pfarrer Inocentiu Fron  meisterte die Trauung in Englisch, Deutsch und Französisch ohne Doppelungen, aber auch ohne, dass sich jemand fühlte, als würde er nichts verstehen… Weiter lesen auf Lovebirds.de – Der Hochzeitsblog für Hochzeitskonzeption und Dekoration