DIE WILLKOMMENSZEREMONIE / TAUFE

„Wie schön, dass du geboren bist, ...“  trifft als Geburtstagslied die Stimmung vieler Eltern. Ihr wollt Euer Glück mit den engsten Angehörigen feiern, wollt danken, dass Schwangerschaft und Geburt gut überstanden wurden, wollt die offene Zukunft mit den besten Wünschen ausstaffieren, Euer Kind den anderen vorstellen, und vieles mehr. Kirchen bieten aus diesem Anlass meist nur eine klassische Taufe und verleiben sich dabei mit strengen Ritualregeln den neuen Erdenbürger ein. Eine Willkommensfeier realisiert dagegen Eure persönlichen Vorstellungen: mal als Segensfeier, mal als Namensgebungsfest, mal als Ritual zur Öffnung der Sinne, mal als mit freierem persönlicheren Charakter – wie auch immer. Mein Erfahrungsschatz in Sachen Rituale als Theologe und Eure ganz individuelle Vorstellung können dem Kind eine einmalige Begrüßung bereiten – ein erstklassiges Fest, an das man sich gern erinnert. Übrigens: da im Prinzip jeder Mensch gültig taufen kann, gibt es Fälle, wo so eine Taufe auch von Kirchen anerkannt wird. Ort und Zeit einer Willkommensfeier bestimm Ihr allein, es soll ja ein Ritual sein, dass in vielen Facetten Eure Handschrift trägt – wie Euer Kind ja auch! [ms_divider style="normal" align="left" width="100%" margin_top="30" margin_bottom="30" border_size="1" border_color="#a89a83" icon="" class="" id=""][/ms_divider] [ms_divider style="normal" align="left" width="100%" margin_top="30" margin_bottom="30" border_size="1" border_color="#a89a83" icon="" class="" id=""][/ms_divider]

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und trotzdem, muss man die Menschen „live“ erleben, um sie erst richtig kennen zu lernen.

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ABSCHIEDSRITUAL / TRAUER

Hermann Hesse lässt sein Gedicht „Stufen“ mit dieser Zeile enden: „Nimm Abschied und gesunde!“ Trauerfeiern - ein zweischneidiges Wort – in Kirchen erinnern zuerst an Jesu Tod und Auferstehung in einem fest vorgegebenem Rahmen. Ein freies Abschiedsritual rückt den/die Verstorbene/n in den Mittelpunkt bzw. die spezifische Situation der Hinterbliebenen – auch dort, wo der Wunsch besteht, christliche Gedanken zu integrieren. Je nach der Größe der Teilnehmerzahl, dem Ort der Zeremonie, der gewählten Musik usw. gestalte ich als Theologe ein Ritual das in positiver und stärkender Weise berührt. Aus einer Vielzahl von literarischen Texten wähle ich passendes aus, beziehe dahinein das Leben der Trauergemeinde als auch des Verstorbenen. Ich bemühe mich um eine Ansprache, die alle anspricht, um Symbole, die aus sich sprechen, und um ein Gesamtarrangement, das einen Mut machenden Eindruck hinterlässt, denn wir wissen: eine Beisetzung ist unwiederholbar und einmalig! Trost ist oft schwer in Worte zu fassen, doch erfahrene Redner finden den richtigen Faden, den passenden Ton auch um schwierige Hintergründe hilfreich zu bewältigen. Einen freien Theologen wählen nicht nur Menschen, die keiner Kirche zugehören, sondern viele, die einen besonders hohen Anspruch an eine Trauerfeier haben, weil ihnen ihr Toter besonders am Herzen lag. [ms_divider style="normal" align="left" width="100%" margin_top="30" margin_bottom="30" border_size="1" border_color="#a89a83" icon="" class="" id=""][/ms_divider]

"Lieber Inocentiu, ich möchte mich auf diesem Weg für die würdevolle und gelungene Trauerfeier nochmals ganz herzlich im Namen der ganzen Familie bedanken. Viele haben mir noch ausdrücklich gesagt, dass ich mich bei dir bedanken soll. Uns alle hat auch das von dir ausgewählte Gedicht sehr berührt. Wir sind gestern noch lange auf der Terrasse meiner Mutter zusammen gesessen." Herzliche Grüße, Michaela Dambeck

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und trotzdem, muss man die Menschen „live“ erleben, um sie erst richtig kennen zu lernen.

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